TECHNOLOGIE

Innolite IL600 – Verfahren, Werkstoffe, Messung

Fünfachsige Ultrapräzisionsbearbeitung, Freiformen, ultraschallunterstützte Diamantbearbeitung und integrierte Messung. Wir verbinden die Möglichkeiten der Plattform zu einem Fertigungsweg, der zu Werkstoff, optischer Funktion und Prüfanforderungen passt.

FINDEN SIE IHREN AUSGANGSPUNKT

Ihre Aufgabe. Ein klarer nächster Schritt.

Drei Angaben verbinden Ihre Fragestellung mit unseren Verfahren und bereiten die technische Abstimmung vor.

01Was möchten Sie erreichen?
02Um welche Oberfläche geht es?
03Welche Werkstoffgruppe?

Wählen Sie in jeder Gruppe eine Möglichkeit, um den nächsten Schritt vorzubereiten.

Vorläufige Orientierung; keine Fertigungsfreigabe, kein Angebot und keine Leistungsgarantie.

VERFAHRENSAUSWAHL

Möglichkeit. Zweck. Nachweis.

Die konfigurierte Technologie bildet den Ausgangspunkt. Erreichbare Ergebnisse vereinbaren wir für den konkreten Werkstoff, die Geometrie und die Prüfbedingungen.

01

Diamantdrehen

Typische Geometrie

Plane, sphärische, asphärische und rotationssymmetrische Flächen

Technischer Nutzen

Optische Flächen und mechanische Bezüge in einem gemeinsamen Fertigungsplan.

Vor der Bearbeitung abstimmen

Formabweichung, aktive Apertur, Oberfläche und Bezüge.

02

Fünf Achsen und Overdrive

Typische Geometrie

Freiformen, Off-Axis-Flächen und Mikrostrukturen

Technischer Nutzen

Bearbeitung winkelabhängiger Oberflächenprofile und lokaler Strukturen.

Vor der Bearbeitung abstimmen

Werkzeugzugang, Flächenneigung und Bahndynamik.

03

ILSONIC-Ultraschallunterstützung

Typische Geometrie

Ausgewählte Aufgaben mit Stahl, Glas und spröden Werkstoffen

Technischer Nutzen

Ein zusätzlicher Fertigungsweg für schwieriger zu bearbeitende Werkstoffe.

Vor der Bearbeitung abstimmen

Werkstoffsorte, Härte, Kantenschädigung und Bearbeitungsversuch.

04

Fräsen, Schleifen und Strukturieren

Typische Geometrie

Lokale Strukturen, Rillen und Bezugsflächen

Technischer Nutzen

Abgestimmte Bearbeitungsschritte für ein einzelnes Bauteil.

Vor der Bearbeitung abstimmen

Werkzeugradius, Strukturteilung, Werkstoff und Zugänglichkeit.

05

Integrierte Messung und NanoGrip

Typische Geometrie

Taktile / berührungslose Messung und Aufspannung

Technischer Nutzen

Einrichtung, Bearbeitung und Korrektur miteinander verbinden.

Vor der Bearbeitung abstimmen

Messverfahren, erneute Ausrichtung, Bezüge und Endprüfung.

Metalloptiken

Aluminium, Kupfer und nickelbasierte Beschichtungen: Die Verfahrensauswahl hängt von Legierung, Wärmebehandlung und Schichtdicke ab. Grundkörper und optische Schicht sind getrennte Entscheidungen.

Polymeroptiken und Werkzeuge

Polymerart, Eigenspannungen und Aufspannung sind entscheidend. Bei Replikationseinsätzen müssen Werkzeugoberfläche und anschließender Formgebungsprozess gemeinsam betrachtet werden.

Kristalle und spröde Werkstoffe

Kristallorientierung, Kantenqualität und oberflächennahe Schädigungen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Bei einer neuen Werkstoffsorte geht eine gezielte Probenbearbeitung der vollständigen Geometrie voraus.

Innolite IL600 Ultrapräzisionsbearbeitungszentrum · offizielles Herstellerfoto
Innolite IL600 · Herstellerfoto; keine Aufnahme der lokalen Anlage.Quelle: Innolite ↗

UNSERE BEARBEITUNGSMÖGLICHKEITEN

Fünfachsige Bearbeitung.
Mehr Wege zur passenden Form.

Diamantdrehen und Freiformbearbeitung, Overdrive-Mikrostrukturierung, Ultraschallunterstützung, Fräsen, Schleifen und integrierte Messung.

Die Plattform verbindet einander ergänzende Verfahren für anspruchsvolle Bauteile. Den Fertigungsweg wählen wir nach Werkstoff, Geometrie und gewünschter Funktion.

Ihr Bauteil besprechen ↗

HERSTELLER-REFERENZDATEN · IL600

Was die Angaben bedeuten.

Hersteller-Referenzwerte ersetzen nicht die für Ihr Bauteil vereinbarten Abnahmekriterien.Offizielle Spezifikationen
MerkmalHerstellerangabeEinordnung
Werkstückdurchmesser600 mmGeometrie, Aufspannung und Werkzeugzugang sind für jedes Bauteil zu prüfen.
Lineare VerfahrwegeX 600 · Z 400 · Y 250 mmAchsverfahrwege bedeuten keinen uneingeschränkt nutzbaren Bearbeitungsraum.
Lineare Programmierauflösung1 nmAuflösung der Steuerung; keine Genauigkeit des fertigen Bauteils.
Formgenauigkeit beim Drehen< 0,1 μmHersteller-Referenzwert; abhängig von Werkstoff und Verfahren.
Oberflächenrauheit (Ra)< 1,5 nmHersteller-Referenzwert beim Drehen; keine allgemeine Garantie.

FILM · YOUTUBE

Innolite IL600 – NanoGrip im Einsatz

Offizieller Film

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IHRE ANFRAGE VORBEREITEN

Eine gute Aufgabenbeschreibung beginnt mit der Funktion.

Eine Zeichnung ist hilfreich, ebenso eine klare Frage und vereinbarte Prüfkriterien. Beginnen Sie mit einer nicht vertraulichen Zusammenfassung; sensible Dateien folgen über einen abgestimmten sicheren Übertragungsweg.

TECHNIK IM DETAIL

Werkstoffe, Genauigkeit und Prüfung

01Werkstoffauswahl · auch Beschichtungen sind eine Prozessentscheidung

Bei Metalloptiken bestimmen Grundkörper, Wärmebehandlungszustand und eine mögliche nickelbasierte Schicht gemeinsam den Fertigungsweg. Polymeroptiken benötigen andere Aufspannungen und eine andere Handhabung als steife Metalleinsätze. Bei Kristallen und spröden Werkstoffen sind gegebenenfalls auch Orientierung, Kantenschädigungen und oberflächennahe Schäden zu bewerten.

Für das erste Gespräch benötigen wir die genaue Werkstoffbezeichnung und den Zustand. Ist zunächst nur die Funktion definiert, vergleichen wir mögliche Werkstoff-Verfahrens-Kombinationen und planen einen Probenversuch zur entscheidenden Frage.

02Messung und Korrektur · was belegen die Daten?

Integrierte taktile und berührungslose Sensoren unterstützen die Einrichtung und prozessbegleitende Korrekturen auf Grundlage von Messdaten. Die abschließende Konformitätsbewertung erfordert die Prüfung des vereinbarten Merkmals mit einem geeigneten Mess- und Auswerteverfahren.

Formabweichung, lokale Topografie, Bezugspositionen und optische Leistung sind unterschiedliche Messfragen. Koordinatensystem, Apertur, Filterung und Prüfbedingungen werden beibehalten, damit aufeinanderfolgende Iterationen vergleichbar sind.

So entsteht ein Messplan

03Welche Flächen können wir mit der IL600 bearbeiten?

Wir bereiten Fertigungswege für plane, sphärische und asphärische Flächen, Freiformen, Off-Axis-Optiken und Mikrostrukturen vor. Flächenmodell, Werkstoff, Aufspannung und Werkzeugzugang bestimmen das Verfahren.

04Was bedeutet die Programmierauflösung von 1 nm?

Sie beschreibt die Programmierauflösung der Steuerung. Sie entspricht weder der Genauigkeit des fertigen Bauteils noch der Messunsicherheit. Formabweichung und Oberflächenrauheit werden für das jeweilige Bauteil gesondert vereinbart.

05Wie wählen wir das Verfahren für einen Werkstoff aus?

Bei Metalloptiken prüfen wir Legierung und Beschichtung, bei Polymeren den Werkstoffzustand und bei Kristallen Orientierung und Schädigungsrisiko. Die ILSONIC-Ultraschallunterstützung ermöglicht außerdem gezielte Versuche für ausgewählte Stahl-, Glas- und Sprödwerkstoffaufgaben.

06Wie hängen Messung und Korrektur zusammen?

Integrierte taktile und berührungslose Messungen unterstützen Einrichtung und Zwischenbewertungen. Abweichungskarten unterstützen die Korrektur. Für die Endabnahme werden Messverfahren, Auswertebereich und Abnahmekriterien gesondert festgelegt.

07Von der digitalen Fläche zur überprüfbaren Werkzeugbahn

Die Übergabe vom optischen Entwurf zu Bearbeitungsdaten ist ein eigenständiger Engineering-Schritt. Flächengleichungen, Koordinaten, Einheiten und aktive Apertur müssen bei der Übertragung erhalten bleiben. Ein grobes Netz wird nicht genauer, nur weil es auf einer hochauflösenden Plattform bearbeitet wird.

Die Bahnvorbereitung berücksichtigt lokale Neigung, Krümmung, Werkzeugzugang und vorbearbeiteten Rohling gemeinsam. ILCAM3D von Innolite unterstützt die Programmierung von Flächen und Linsenarrays, ILCAM6DOF die mehrachsige Planung und ILAnalyze die Prüfung der Datenqualität. Im Projekt werden die tatsächlich verwendeten Vorbereitungs- und Prüfschritte benannt.

Herstellerinformationen: Flächenprogrammierung · Mehrachsige Werkzeugbahnplanung

08Vorbearbeitung und optische Endbearbeitung in einem Fertigungsplan

Ein optischer Werkzeugeinsatz umfasst neben der aktiven Fläche auch Passungen, Befestigungsmerkmale und Bearbeitungszugaben. Fräsen, Schleifen und Diamantfeinbearbeitung gehören deshalb in die Bearbeitungsfolge des gesamten Bauteils.

Entscheidend ist, welche Fläche den Bezug für den nächsten Schritt bildet und wann die kritische optische Geometrie gefertigt wird. Die Verfahrenskombinationen der IL600 unterstützen diese Abstimmung; weniger Aufspannungen oder kürzere Bearbeitungszeiten bleiben von der konkreten Geometrie abhängig.

Beispiel: Urform für ein Mikrolinsenarray

09Die B-Achse · Werkzeugorientierung und Zugänglichkeit

Bei einer gekrümmten oder steilen Fläche wird die Werkzeugorientierung zur Auslegungsgröße. Die hydrostatische B-Achse von Innolite unterstützt die Winkelpositionierung von Werkzeugen, Fräs- oder Schleifspindeln und Sensoren. Zu den Herstelleranwendungen gehören Fresnel-Geometrien und Kuppelflächen.

Die Orientierung kann die Zugänglichkeit verbessern, während Schneidenradius und Freigang weiterhin die erreichbaren Kanten begrenzen. Die Machbarkeit einer Stufe oder einer tiefen konkaven Zone wird anhand der vollständigen Kollisions- und Spannkonfiguration bewertet.

Innolite B-Achse

10Maschinenintegrierte Messung · Rückkopplung im gemeinsamen Bezugssystem

Integrierte Sensoren ermöglichen eine Bewertung im Maschinenkoordinatensystem. Taktile und berührungslose Verfahren erfordern unterschiedliche Zugangs- und Betriebsbedingungen; Flächenneigung, Reflexionsverhalten und lokale Geometrie bestimmen die Auswahl.

Eine Abweichungskarte ist nur im Bezug auf eine vereinbarte Sollfläche, Ausrichtmethode und Auswertefläche aussagekräftig. Der Prüfplan unterscheidet zwischen Messungen zur Prozesskorrektur und der abschließenden Konformitätsbewertung.

Sensorintegration des Herstellers · Oberflächendaten und Korrektur

11Von Maschinendaten zu Ihren Bauteilanforderungen

Programmierauflösung, Maschinenleistung und Bauteilabnahme sind unterschiedliche Größen. Wir verknüpfen die IL600-Möglichkeiten mit Werkstoff-, Oberflächen- und Prüfanforderungen. Leitfaden: das Datenblatt richtig einordnen

Bei Freiformaufgaben gehören Flächengleichungen, Bezüge und aktive Apertur zum Modell. Prüfpunkte für die digitale Datenübergabe

DER NÄCHSTE SCHRITT

Besprechen wir Ihr nächstes Bauteil.

Beschreiben Sie Funktion, Werkstoff und die entscheidende technische Frage. Gemeinsam können wir eine Machbarkeitsbewertung oder einen gezielten ersten Versuch festlegen.

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